Heuschnupfenzeit
Allergie allgemein
Allergie ist laut des medizinischen Wörterbuchs, eine durch den Kontakt mit einem Allergen hervorgerufene, von der Norm abweichende und übersteigerte Reaktion des erworbenen Immunsystems.
In der schulmedizinischen Therapie werden zwei Wege versucht.
1. Die Reaktion unterdrücken.
Hier wird meist mit cortisonhaltigen Präparaten therapiert. Diese Form der Therapie mag in schweren Fällen sinnvoll und notwendig sein.
Eine Veränderung der Reaktionslage erfolgt nicht.
2. Die Desensibilisierung.
Eine Therapieform, die durch Injektion geringer Mengen des bekannten Allergens, eine Verminderung oder Löschung der Überreaktion des Immunsystems bewirken kann. Allerdings wird die Neigung des Immunsystems, auf andere Stoffe überempfindlich zu reagieren, nicht beeinflußt.
In der Naturheilkunde wird ein dritter Weg beschritten.
Basis der naturheilkundlichen Therapie ist es, die Überreaktion des Immunsystems insgesamt zu verändern.
Hier haben sich homöopathische Arzneimittel mit und ohne Eigenblutinjektionen bewährt.
Begleitende Therapien wie Umstellung der Ernährung, Entsäuerung oder eine umweltgerechte Lebensführung sind oft sehr hilfreich.
Entsprechende Fragen beantworte ich gerne.
Die Heuschnupfensaison beginnt im Januar
Nun beginnt sie wieder die Leidenszeit aller Pollen-Allergiker.
Die ersten Sonnentage im Januar lassen die Hasel-Pollen fliegen, bald gefolgt von Erle und Weide.
Falls Sie eine naturheilkundliche Desensibilisierung beabsichtigen, wird es höchste Zeit damit zu beginnen.
Bei einer Allergie gegen Hasel-Pollen ist jetzt bereits eine Akutbehandlung notwendig.
Als Basistherapie bei allen Allergieformen ist eine Therapie mit Autonosoden (aus körpereigenen Substanzen hergestelltes Medikament) hochwirksam und kann die Allergiebereitschaft deutlich mindern im günstigsten Fall auch aufheben.
Ich berate Sie gern.
Nachfolgend nun einige Tipps zur Selbsthilfe.
Eine gute Hilfe ist die Nasulind Nasensalbe aus der Apotheke.
3-4 x tägl. eine erbsengroße Portion tief in jedes Nasenloch geben und gut verteilen.
Die Salbengrundlage schützt die Nasenschleimhaut auch einigermaßen vor dem Kontakt mit den Pollen.
Auch Luffeel comp. Heuschnupenspray Nasentropfen 3-5x tägl. in jedes Nasenloch zwei Spraystöße und tief nach oben ziehen, helfen sehr gut im akuten Zustand.
Wirksame homöopathische Einzelmittel sind:
Formica rufa D30 Globuli tägl. 5 Globuli vor dem Frühstückals Basistherapie.(wirksamer sind subcutane Injektionen alle 14 Tage während der Saison).
Bei Fließschnupfen hilft Cepa D4 Tabletten (akut alle 30 Minuten 2 Tabl. lutschen)
Wenn die Augenschleimhaut beteiligt ist zusätzlich Euphrasia D4 Tabletten lutschen.
Hilfreich sind auch die ISO-Augentropfen C mehrmals tägl. 1 Tropfen in jedes Auge.
Aus der Biochemie nach Dr. Schüssler hat sich nachfolgendes Salz bewährt:
Natrium muriaticum D6 Tabl. bei wundmachenden Fließschnupfen. 3- 5 x tägl. 2 Tabletten lutschen.
Grundsätzlich gilt, dass alle vorgenannten Präparate hilfreich sein können.
Da aber jeder Mensch, auch wenn die Diagnose gleich ist, seine persönliche Krankheit und demzufolge auch persönliche Reaktion hat, läßt sich über allgemeine Tipps das einzig wirksame Mittel nicht feststellen.
Dies erfordert eine sachgerechte homöopathische Repetorisation.
Trotzdem können Sie die vorgenannten Mittel einsetzen. Innerhalb weniger Stunden oder Tage sollte das von Ihnen ausgewählte Mittel eine deutliche Besserung Ihres Beschwerdebildes bewirken. Geschieht dies nicht, dann ist es nicht Ihr persönliches Mittel. Auch wenn das Mittel nicht wirksam ist, haben Sie in der Regel bei kurzfristiger Einnahme (einige Tage) keine schädlichen Nebenwirkungen zu befürchten.
Ich wünsche Ihnen viel Erfolg mit den vorgeschlagenen Medikamenten.
Fragen?
Sie dürfen mich gerne anrufen.
Telefonische Beratung unter 0641-970077
Jeden Montag und Donnerstag von 12.30 - 14.00 Uhr
habe ich Zeit für Ihre Fragen.
Pollenfugkalender
| Pollen | Januar | Februar | März | April | Mai | Juni | Juli | August | September | Oktober | November | Dezember |
| Hasel | mäßig | stark | stark | mäßig | ||||||||
| Erle | mäßig | stark | mäßig | |||||||||
| Weide | mäßig | stark | stark | mäßig | ||||||||
| Pappel | mäßig | stark | mäßig | |||||||||
| Birke | mäßig | stark | mäßig | |||||||||
| Platane | mäßig | stark | ||||||||||
| Buche | mäßig | stark | stark | |||||||||
| Eiche | mäßig | stark | mäßig | |||||||||
| Löwenzahn | mäßig | stark | stark | mäßig | mäßig | mäßig | stark | |||||
| Gräser | mäßig | stark | stark | mäßig | ||||||||
| Gerste | mäßig | stark | ||||||||||
| Roggen | mäßig | stark | ||||||||||
| Weizen | mäßig | stark | ||||||||||
| Hafer | mäßig | stark | ||||||||||
| Goldrute | mäßig | stark | stark | mäßig | ||||||||
| Linde | mäßig | stark | mäßig | mäßig | ||||||||
| Nessel | mäßig | stark | stark | mäßig | mäßig | |||||||
| Beifuß | mäßig | stark | mäßig | |||||||||
| Mais | mäßig | stark | mäßig |